EIN BERG AUS MÜLL

Das Projekt "Climb & Clean" wurde von Massimo Faletti, einem überaus erfahrenen Bergsteiger und Bergführer-Ausbilder aus dem Trentino, ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieser Initiative möchte Massimo einerseits Kletterbegeisterte und Naturliebhaber für das Problem sensibilisieren, dass viel zu oft und viel zu viel Müll in der Natur zurückgelassen wird, und andererseits in ihnen das Verantwortungsbewusstsein wecken, den zukünftigen Generationen eine intakte Natur und schöne Bergwelt zu hinterlassen.
Die Klettergebiete und deren Umgebung sind oft mit diversem Müll verschmutzt, der der Landschaft, der Umwelt und sämtlichen dort vorkommenden Lebewesen schadet.

 

Auf einer Reise in Pakistan kreuzten sich die Wege von Massimo und Matteo della Bordella, seinerseits Kletterer und Präsident der Klettergruppe Ragni di Lecco ("Spinnen von Lecco"), mit dem er die Leidenschaft und den Respekt für die Berge und die Klettergebiete teilt. Die beiden Kletterer haben nicht nur ihren lockeren Stil als Bergsteiger gemeinsam, sondern vorallem auch ihre Überzeugung, dass wir alle gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen können, wenn wir nur in Einklang mit der Natur und der Umwelt handeln. Aus dieser Verbindung und mit entsprechendem Ziel entstand im April 2021 das Projekt Climb & Clean.

Die Marke Karpos, die bereits seit einiger Zeit mit Massimo und Matteo zusammenarbeitet, hat sich bereit erklärt, diese Initiative zu unterstützen. Sie folgt damit konsequent den eigenen Zielen, die Bergwelt und Naturlandschaften zu schützen, und hofft, damit auch in weiterer Zukunft ihren Beitrag leisten zu können.

" Wir hoffen, dass immer mehr Menschen Projekte wie diese unterstützen und wir alle somit einen spürbar bedeutenden und positiven Einfluss auf die Umwelt haben werden "

Giuseppe Lira - Brand Manager Karpos

 

 

PROGRAMM 2021: VOM TRENTINO BIS NACH SIZILIEN

Ziel der ersten Aktion von Climb & Clean war es, die Menschen darüber zu informieren, wie wichtig es ist, nicht mehr länger abzuwarten und stattdessen ihre Angewohnheiten und ihren Lebensstil entsprechend zu ändern und damit zu unser aller Gemeinwohl beizutragen. Mit diesem Projekt wird die Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen, lokaler Einrichtungen, freiwilliger Helfer und Freunde deutlich, die zur erfolgreichen Umsetzung des Programms beigetragen haben.

" Dieses Projekt ist von uns allen. Es sind so viele Initiativen gleichzeitig entstanden, die alle ihren kleinen Beitrag zu dieser großen Sache leisten. Dies ist das Projekt all jener Freiwilligen, die sich eingebracht haben und auch weiterhin jeden Tag Großes leisten. Es ist das Projekt von Jonny, Marco, Beppe und vielen anderen, die sich uns angeschlossen und beim Müllsammeln geholfen haben "

Massimo Faletti, Gründer des Projekts Climb & Clean

 

Den Fokus dieser Aktion auf Klettergebiete zu legen, war von großer Bedeutung. Dies sind Orte, die von vielen Menschen aufgesucht werden und die geschützt werden müssen, damit jeder Einzelne deren Schönheit genießen und dort mit Freude aktiv sein kann. Um eine starke Botschaft zu senden, entschied sich das Team dazu, das Projekt auf das ganze Land auszuweiten. Damit sollen die Kletterwände, die ein Symbol für den Klettersport in Italien darstellen, besondere Aufmerksamkeit erlangen.

" Wir sind der Meinung, dass die Müllproblematik die gesamte Bergsteigerwelt und somit jeden Einzelnen von uns betrifft. Deshalb haben wir entschieden, dass uns die Reise, die in Trento beginnt, bis nach Sizilien führen soll und somit symbolisch ganz Italien im gemeinsamen Kampf gegen dieses Problem vereint " 

Matteo della Bordella - Partner des Projektes Climb & Clean

 

 

DIE ETAPPEN DES PROJEKTES

Die erste Station des Programms war in der Nähe von Trento an der Felswand Forti i Civezzano, einem der bekanntesten Klettergebiete Norditaliens. Auf einer Breite von mehr als einem Kilometer hat diese Wand etwas für jeden Kletterer zu bieten.
Während der drei Aktionstage vor Ort wurden 4.500 kg Müll jeglicher Art eingesammelt (darunter Elektrohaushaltsgeräte, Plastiktüten und Behälter mit schadstoffhaltigen Abfällen). Dies war ein deutliches Zeichen für den Ernst der Lage.



Das nächste Ziel der Gruppe befand sich in der Region von Syrakus, in der Nähe der Schlucht Gola di Buccheri. Im Gebiet um die 470 m hohe Felswand Sant'Andrea, die bei Kletteranfängern sehr beliebt ist, wurde die gleiche Menge an Abfall wie schon an der Forti di Civezzano eingesammelt. Ein großer Teil dieses Mülls, darunter sogar ein Autowrack, wurde hier bereits vor längerer Zeit entsorgt und konnte nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug beseitigt werden.

Die abschließende Aktion des Programms Climb & Clean fand in San Vito lo Capo statt, in der Nähe des Klettergebietes Salinella, das direkt am Meer liegt. Nahe dieser Wand wurden nochmals über 1.000 kg Müll, darunter Benzinkanister und Plastikverpackungen, eingesammelt und sortiert, um sie im Anschluss entsprechend korrekt zu entsorgen.

CLIMB & CLEAN IN ZAHLEN

Die Bilanz der ersten Veranstaltung von Climb & Clean ist aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen und Anzahl der Aktionen als durch und durch positiv zu bewerten. In den zehn Aktionstagen wurden mehr als 10.000 kg Müll eingesammelt, der sich folgendermaßen zusammensetzt: Elektrohaushaltsgeräte und Metall (42,75%), Plastik (19,75%), Reifen (13,5%), Restmüll (13,25%) und Glas (7,75%).

Ergänzend zu der großen Menge an Unrat, die gesammelt wurde, hatte diese Aktion dank der genutzten Transportmittel auch eine geringe Auswirkung auf die Umwelt. Massimo Faletti und Matteo della Bordella haben die Strecke von Trento nach Sizilien mit dem Hochgeschwindigkeitszug zurückgelegt und Elektroautos genutzt, um sich jeweils vor Ort fortzubewegen.

Durch die Nutzung dieser Verkehrsmittel war es möglich, auf der geplanten Strecke von über 3.800 km 75% weniger CO2 und andere Schadstoffe auszustoßen als bei der Verwendung sonst üblicher Transportmittel wie Flugzeug oder Autos mit Verbrennungsmotor.
Auf diese Weise wollten die Verantwortlichen dieses Projektes einen weiteren Appell an jedermann richten und darauf hinweisen, dass jeder Einzelne auf seine Art und in kleinen Schritten dazu beitragen kann, die Auswirkungen seines persönlichen Handelns auf die Umwelt zu reduzieren.