KALKWÜSTEN






Heute sind wir weiter aufgestiegen. Die Wand entspringt aus grünen, von Palmen geschützten Wiesen, keine sehr große Struktur, dafür aber sehr einladend, mit großzügig geschichtetem Kalk und deutlichen Rissen, fast wie bei Granit und ideal für den Einsatz von Friend und Nut.

Ein Junge öffnet uns das kleine Tor und wir haben Zutritt zu den Feldern, über die wir zum Felsen gelangen. Die erste Pause legen wir unter den Palmen ein, die sich im Wind wiegen, die Füße lassen wir in die Bewässerungskanäle baumeln, Jahrtausende alte Bauwerke und der Stolz der hiesigen Kultur.

Eine Seillänge folgt auf die andere an einer Wand, der noch nie von Menschenhand berührt wurde, und der Gipfel ist viel zu schnell erreicht. Schade. Es ist spät, das Licht wird wärmer, der Dunst löst sich auf und die Berge in der Umgebung sind klar und deutlich zu sehen. Wir steigen mit "Doppelten" in das Tal ab, in dem mittlerweile Dunkelheit herrscht. Einen letzten Adrenalinkick gibt uns ein Mann, der unten an der Felswand mit einem Gewehr herumfuchtelt. Ob er uns als Zielscheiben benutzen will? Aber nein, er war nur auf der Suche nach dem Fuchs, der seinen Hühner erschreckt hat... auch diesmal ist wieder alles gut gegangen.

 


KLETTERN IN DER MITTERNACHTSSONNE