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PAUL BONHOMME

“Die Berge sind nicht da, um erobert oder bezwungen zu werden, sondern um uns dabei zu helfen, zu wachsen." – P. BONHOMME

BIOGRAFIE

Ein einzigartiger Athlet, stets mit wachen Augen und einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Er trägt immer eine Cap und überzeugt durch sein kreatives und innovatives Denken, durch das er permanent auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in der Vertikale ist. So kann man Paul Bonhomme kurz und knapp beschreiben.


Der 1975 geborene Belgier hat niederländische Wurzeln und lebt heute als Wahlfranzose mit seiner Frau und seinen vier Kindern im Département Haute-Savoie in der kleinen Gemeinde Cercier, dem Tor zum Mont Blanc.


Als Hochgebirgsführer, Extremskifahrer, Kletterer und Trail Runner ist es unmöglich, ihm nur ein einziges Attribut zuzuordnen.

Sein sportlicher Werdegang ist ein klarer Beweis dafür: Nachdem er als Jugendlicher an nationalen Kletterwettbewerben in der Halle teilgenommen hatte, hat er seine Karriere ab dem Alter von 20 Jahren auf das Hochgebirge ausgerichtet, zunächst als Skilehrer und später als Bergführer. Dadurch konnte er sich wieder mit seinem Bruder und seinem besten Freund eng verbunden fühlen - sie waren unzertrennliche Gefährten auf ihren zahlreichen Abenteuern und haben viel zu früh ihr Leben in den Wänden des Gasherbrum verloren -, aber auch ehrgeizige Projekte verwirklichen, indem er einen völlig neuen Ansatz für seine Unternehmungen und das Steilwandskifahren suchte. 

Die jeweiligen Gipfel erreicht er, indem er hinaufklettert oder sie zu Fuß hinaufsteigt, und für die Abfahrten wählt  er Linien, die er sich einige Tage zuvor überlegt hat, mit Neigungen von oft bis zu 50 Grad. Stets achtet er dabei auf seine eigene Sicherheit und auf die vom Berg vorgegebenen Bedingungen. In diesem speziellen Stil hat Paul seine denkwürdigsten Abenteuer geplant und durchgeführt, angefangen bei den vier Wänden der Aiguille Verte, die er 2018 an nur einem einzigen Tag bewältigte, bis hin zu den zehn Steilhang-Linien des ""Project X"" (2021).
Aber bei ihm schlagen zwei Herzen in einer Brust - das eines Skifahrers und das eines Bergsteigers. Im Jahr 2022 vollendete er sein persönliches Projekt, den ""Ecrins Dance"", bei dem er nacheinander zu allen um den gleichnamigen Nationalpark (zwischen Gap und Grenoble) gelegenen Berghütten aufstieg und sie dadurch quasi miteinander verband. Sein Traum ist es, im Jahr 2023 den Fernwanderweg Via Alpina - 2.650 Kilometer und 150.000 Höhenmeter - in 28 Tagen zurückzulegen!
 
Für Paul braucht es nicht viel, um den Funken überspringen zu lassen: Wenn ihn der Anblick eines Bergprofils reizt, stellt er sich sofort eine Linie vor, die fast senkrecht den Berg hinunterführt. Ab diesem Zeitpunkt ist er dann nur noch von einem einzigen Gedanken besessen!

 

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EIN KURZES GESPRÄCH MIT PAUL BONHOMME

Mit fast 50 Jahren bist du eine Legende des Extrem-Skifahrens und mehr. Was ist dein "Jungbrunnen"?
Ich denke, es ist vor allem die Neugierde und die Fähigkeit, über mich selbst zu lachen. Die Tatsache, dass ich mich nie zu ernst nehme, mich nie für etwas Besonderes halte und immer versuche, so bescheiden wie möglich zu bleiben. Vor allem aber betrachte ich das Leben als ein Geschenk und nicht als eine Verpflichtung.

Erzähle uns bitte eine Anekdote, die noch niemand kennt ...
Als ich einmal in Saas Fee als Skilehrer tätig war, verlor ich auf dem Gipfel des Allalinhorns einen meiner Ski. Und zwar verlor ich ihn, als ich versuchte, den Ski meines Kunden zu reparieren. Wir hatten noch vier Tage bis zum Ende der Skitour. Also nahm ich seinen zweiten Ski, und er fuhr nach Saas, um ein anderes Paar auszuleihen. Er hatte so große Füße, dass ich die Skibindung für die verbleibenden vier Tage in die Telemark-Position bringen musste.

Dein neuestes Projekt, das du dir vorgenommen hast, ist die Via Alpina. Erzähle uns doch bitte, wie du auf dieses Vorhaben gekommen bist und was die größten Schwierigkeiten sind, auf die du dabei wohl treffen wirst.
Der Gedanke daran kam mir zum ersten Mal nach der Alpenüberquerung von Patrick Berhault (2000-2001). Ich habe mir damals gesagt, dass ich nie seine Kletterfähigkeiten haben werde, aber dass ich eines Tages lange Strecken bewältigen könnte. Im Laufe der Jahre begann ich also, meine Kilometerzahl mit Ski und Kletterausrüstung zu erhöhen. Und nachdem ich den "Ecrins Dance" geschafft hatte, beschloss ich, dass es nun vielleicht an der Zeit war, die Alpen zu überqueren!

Welches ist dein Lieblingsprodukt von Karpos?
Es ist schwer, nur eines auszuwählen, aber ich würde sagen, die unverwechselbaren Produkte der Highest Linie, darunter das K-Performance Light Down Jacket und die Mountaineer Pants. Das ist mein Lieblingsoutfit zum Bergsteigen!

HIGHLIGHTS

2018 Besteigung und Skibefahrung aller vier Wände der Aiguille Verte (4.122 m) am Mont Blanc an nur einem Tag
 
2021 "Projekt X": Befahrung von 10 neuen Steilabfahrten von jeweils mindestens 500 Metern Länge und einem Gefälle von 50 Grad während einer einzigen Saison
 
2022 "Ecrins Dance": Verbindung aller 33 Berghütten des Nationalparks Écrins in Frankreich (300 km und 27.000 Höhenmeter)
 
2022 "Démocralinea": eine neue Linie an der Nordwestwand der Aiguilles des Lacs in Valpelline
 
2023 "From Zero to Zero": Bezwingung der Via Alpina von Muggia nach Monaco (2.650 km, 150.000 Höhenmeter)

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